{"id":9091,"date":"2021-09-03T16:22:05","date_gmt":"2021-09-03T16:22:05","guid":{"rendered":"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/?p=9091"},"modified":"2022-08-09T08:53:11","modified_gmt":"2022-08-09T08:53:11","slug":"befehl-mke2fs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/administration\/befehl-mke2fs\/","title":{"rendered":"Der Befehl mke2fs"},"content":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag lernen Sie den Befehl mke2fs kennen, welcher unter Linux- \/ UNIX-Betriebssystemen eingesetzt wird, um &ndash; &uuml;blicherweise auf einer Festplattenpartition &ndash; ein ext2-, ext3- oder ext4-Dateisystem zu erstellen.<\/p>\n<p>Sie lernen zun&auml;chst die allgemeine <a class=\"glossaryLink cmtt_Allgemein cmtt_Informatik\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Syntax&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;&#8203;Im  Allgemeinen wird unter Syntax ein Regel&#8203;system verstanden, welches zur  Kombination elementarer Zeichen zu zusammengesetzten &#8203;Zeichen in (...)&lt;\/div&gt;\" href=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/glossar\/syntax\/\" target=\"_blank\" data-mobile-support=\"0\" data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex=\"0\" role=\"link\">Syntax<\/a> des Befehls mke2fs kennen. Anschlie&szlig;end folgen einige der wichtigsten Optionen mitsamt Beispielen f&uuml;r die Anwendung.<\/p>\n<h2 id=\"t-1628242104228\">Allgemeine Syntax<\/h2>\n<p>Die allgemeine Syntax des Befehls <strong>mke2fs <\/strong>lautet folgenderma&szlig;en:<\/p>\n<p>mke2fs [Optionen] [Ger&auml;t]\n<\/p><p><strong>mke2fs <\/strong>kann auch mithilfe der Befehle <strong>mkfs.ext2<\/strong>, <strong>mkfs.ext3<\/strong> und <strong>mkfs.ext4<\/strong> aufgerufen werden, wobei das auf den Punkt folgende <a class=\"glossaryLink cmtt_Informatik\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Dateisystem&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Ein Dateisystem kontrolliert die Speicherung, das Ver&auml;ndern, L&ouml;schen und schlie&szlig;lich auch das Abrufen von Daten auf einem Speichermedium bzw.(...)&lt;\/div&gt;&lt;div class=cmtt_synonyms_wrapper&gt;&lt;div class=cmtt_synonyms_title&gt;Synonyms: &lt;\/div&gt;&lt;div class=cmtt_synonyms&gt;Filesystem&lt;\/div&gt;&lt;\/div&gt;\" href=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/glossar\/dateisystem\/\" target=\"_blank\" data-mobile-support=\"0\" data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex=\"0\" role=\"link\">Dateisystem<\/a> implizit an <strong>mke2fs <\/strong>&uuml;bergeben wird <strong>(Option -t)<\/strong>. Beispielhaft ist der Befehl <strong>&ldquo;mkfs.ext4 [Ger&auml;t]&rdquo;<\/strong> &auml;quivalent zum folgenden Aufruf von <strong>mke2fs<\/strong>:<\/p>\n<p>mke2fs -t ext4 [Ger&auml;t]\n<\/p><p>Die Standardwerte f&uuml;r das neue Dateisystem werden, sofern nicht anderweitig durch die Optionen des Befehls <strong>mke2fs <\/strong>&uuml;berschrieben, durch die Konfigurationsdatei <strong>\/etc\/mke2fs.conf<\/strong> festgelegt.<\/p>\n<h5>Beispiel: ext4-Dateisystem erzeugen<\/h5>\n<h6>Eingabe:<\/h6>\n<p>mke2fs -t ext4 \/dev\/sdb1<\/p>\n<h6>Bedeutung:<\/h6>\n<p>Der obige Befehl erzeugt ein ext4-Dateisystem mit den Standardeinstellungen auf dem Ger&auml;t <strong>\/dev\/sdb1<\/strong>.<\/p>\n<h2 id=\"t-1628242104229\">Wichtigste Optionen<\/h2>\n<p>Im Folgenden lernen Sie die wichtigsten Optionen von <strong>mke2fs <\/strong>kennen:<\/p>\n<h3 id=\"t-1628242104230\">-b &ndash; Blockgr&ouml;&szlig;e spezifizieren<\/h3>\n<p>Mithilfe der <strong>Option -b<\/strong> kann die Blockgr&ouml;&szlig;e in Bytes spezifiziert werden &ndash; g&uuml;ltige Werte sind dabei 1024, 2048 und 4096 Bytes pro Block. Wird die Blockgr&ouml;&szlig;e nicht explizit mit dieser Option festgelegt, so wird sie heuristisch auf Grundlage der Dateisystemgr&ouml;&szlig;e sowie der erwarteten Nutzung bestimmt. Die Blockgr&ouml;&szlig;e kann mit einem <strong>Minuszeichen &ldquo;-&ldquo;<\/strong> als Pr&auml;fix angef&uuml;hrt werden, um eine heuristische Bestimmung durchzuf&uuml;hren, mit der Einschr&auml;nkung, dass die Blockgr&ouml;&szlig;e minimal den angegebenen Wert annimmt.<\/p>\n<p>mke2fs -b [Blockgr&ouml;&szlig;e] [Ger&auml;t]\n<\/p><h3 id=\"t-1628242104231\">-c &ndash; &Uuml;berpr&uuml;fung auf defekte Bl&ouml;cke<\/h3>\n<p>Wird die <strong>Option -c<\/strong> angegeben, so f&uuml;hrt <strong>mke2fs <\/strong>vor der Erstellung des Dateisystems eine &Uuml;berpr&uuml;fung des angegebenen Ger&auml;ts auf defekte Bl&ouml;cke durch. Bei einmaliger Angabe der Option wird dabei ein schneller Read-Only-Test durchgef&uuml;hrt:<\/p>\n<p>mke2fs -c [Ger&auml;t]\n<\/p><p>Bei zweifacher Angabe der Option wird ein langsamerer Read-Write-Test durchgef&uuml;hrt:<\/p>\n<p>mke2fs -cc [Ger&auml;t]\n<\/p><h5>Beispiel: Option -c<\/h5>\n<h6>Eingabe:<\/h6>\n<p>mke2fs -c -t ext4 \/dev\/sdb1<\/p>\n<h6>Bedeutung:<\/h6>\n<p><strong>mke2fs <\/strong>f&uuml;hrt bei Ausf&uuml;hrung des obigen Befehls zun&auml;chst einen Read-Only-Test zur &Uuml;berpr&uuml;fung auf defekte Bl&ouml;cke auf <strong>\/dev\/sdb1<\/strong> aus. Im Anschluss an einen erfolgreich Testdurchlauf wird das Dateisystem (hier: ext4) erzeugt.<\/p>\n<h3 id=\"t-1628242104232\">-E &ndash; Erweiterte Einstellungen<\/h3>\n<p>Mit der <strong>Option -E<\/strong> k&ouml;nnen erweiterte Einstellungen f&uuml;r das Dateisystem festgelegt werden. Da hier in fr&uuml;heren Versionen von mke2fs noch die <strong>Option -R<\/strong> verwendet wurde, wird diese aus Kompatibilit&auml;tsgr&uuml;nden ebenfalls akzeptiert.<\/p>\n<p>mke2fs -E [Erweiterte Einstellungen] [Ger&auml;t]\n<\/p><p>Die erweiterten Einstellungen werden mit Kommata getrennt angegeben und erhalten in einigen F&auml;llen au&szlig;erdem ein Argument mit dem <strong>Gleichheitszeichen &ldquo;=&rdquo;<\/strong>. Die folgenden erweiterten Einstellungen werden unterst&uuml;tzt:<\/p>\n<table data-rows=\"15\" data-cols=\"2\" data-v=\"middle\">\n<thead>\n<tr>\n<th style=\"\">\n<p><strong>Einstellung<\/strong><\/p>\n<\/th>\n<th style=\"\">\n<p>Funktion<\/p>\n<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\">\n<p>mmp_update_interval=[interval]\n<\/p><\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\">\n<p>Setzt das initiale MMP-Update-Intervall. G&uuml;ltig sind Werte zwischen 0 und 300 (inklusive 0, exklusive 300). Durch Angabe des Wertes 0 wird das Standard-Intervall verwendet. Das MMP-Feature muss aktiviert sein.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\">\n<p>stride=[stride-size]\n<\/p><\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\">\n<p>Konfiguriert das Dateisystem f&uuml;r einen RAID-Verbund mit &ldquo;[stride-size]&rdquo;-Dateisystembl&ouml;cken. Es handelt sich um die Anzahl Bl&ouml;cke die gelesen oder auf eine Festplatte geschrieben werden, bevor ein Wechsel auf die n&auml;chste Festplatte durchgef&uuml;hrt wird. (Auch Chunk-Size genannt) Der Wert kann auch von dem Block-Allocator verwendet werden.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\">\n<p>stripe_width=[stripe-width]\n<\/p><\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\">\n<p>Konfiguriert das Dateisystem f&uuml;r einen RAID-Verbund mit &ldquo;[stripe-width]&rdquo; Dateisystembl&ouml;cken pro Stripe.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\">\n<p>offset=[offset]\n<\/p><\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\">\n<p>Erstellt das Dateisystem an einem Offset vom Anfang des Ger&auml;ts oder der Datei.&nbsp;<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>resize=[max-online-resize]\n<\/p><\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>Reserviert ausreichend Platz, damit die Blockgruppen-Deskriptor-Tabelle wachsen kann, um ein Dateisystem mit &ldquo;[max-online-resize]&rdquo; Bl&ouml;cken zu unterst&uuml;tzen.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>lazy_itable_init=[0|1]\n<\/p><\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>Wenn &ldquo;lazy_itable_init&rdquo; aktiviert (Wert 1) ist und das Feature &ldquo;uninit_bg&rdquo; ebenfalls aktiviert ist, wird die Inode-Tabelle nicht durch mke2fs vollst&auml;ndig initialisiert. Die Dateisystem-Initialisierung wird hierdurch merklich beschleunigt, jedoch muss der Kernel die Initialisierung im Hintergrund abschlie&szlig;en, wenn das Dateisystem erstmals eingeh&auml;ngt wird. Standardwert ist 1 (aktiviert).<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>lazy_journal_init=[0|1]\n<\/p><\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>Wenn &ldquo;lazy_journal_init&rdquo; aktiviert (Wert 1) ist, dann wird das Journal-Inode nicht vollst&auml;ndig von mke2fs nullgesetzt. Die Dateisystem-Initialisierung wird hierdurch merklich beschleunigt. Ein m&ouml;glicher Systemcrash bevor das Journal vollst&auml;ndig &uuml;berschrieben wurde, stellt jedoch ein Risiko dar. Standardwert ist 1 (aktiviert).<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>num_backup_sb=[1|2|3]\n<\/p><\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>Wenn die Dateisystemfunktion &ldquo;sparse_super2&rdquo; aktiviert ist, steuert diese Einstellung, ob 0, 1 oder 2 Backup-Superbl&ouml;cke im Dateisystem erstellt werden.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>packed_meta_blocks=[0|1]\n<\/p><\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>Legt die Zuweisungsbitmaps und die Inode-Tabelle an den Anfang der Festplatte. Die &ldquo;flex_bg&rdquo; Systemfunktion muss aktiviert sein, damit die Einstellung einen Effekt hat. Weiterhin wird das Journal am Anfang des Dateisystems erstellt.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>root_owner=[UID:GID]\n<\/p><\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>Spezifiziert die numerische Benutzer-ID (UID) und Gruppen-ID (GID) des Wurzelverzeichnisses. Standardm&auml;&szlig;ig wird die UID und GID des Benutzers, der mke2fs ausf&uuml;hrt, verwendet.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>test_fs<\/p>\n<\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>Setzt ein Flag im Dateisystem-Superblock, welches markiert, dass es auch mit experimentellem Kernel-Code eingeh&auml;ngt werden darf.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>discard<\/p>\n<\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>Versucht zur Laufzeit von mkfs Bl&ouml;cke zu verwerfen. Das anf&auml;ngliche Verwerfen von Bl&ouml;cken ist insbesondere bei Solid-State-Ger&auml;ten und Sparse-\/Thin-Provisioned Storage sinnvoll. Wenn das Ger&auml;t ank&uuml;ndigt, dass &ldquo;discard&rdquo; auch Daten auf Null setzt (Jedes dem &ldquo;discard&rdquo; folgende Lesen, vor dem Schreiben, liefert Null) dann werden alle noch nicht nullgesetzten Inode-Tabellen als nullgesetzt markiert. Die Initialisierung des Dateisystems wird hierdurch erheblich beschleunigt. Standardm&auml;&szlig;ig ist die Einstellung aktiviert.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>nodiscard<\/p>\n<\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>Versucht nicht zur Laufzeit von mkfs Bl&ouml;cke zu verwerfen.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>quotatype<\/p>\n<\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\" rowspan=\"1\" colspan=\"1\">\n<p>Spezifiziert, welche Quota-Typen (&ldquo;usrquota&rdquo;, &ldquo;grpquota&rdquo;, &ldquo;prjquota&rdquo;) auf dem neu erstellten Dateisystem aktiviert sein sollen. Als Argument erh&auml;lt diese Option eine mit Semikola &ldquo;;&rdquo; getrennte Liste der Typen. Nur wenn das Quota-Feature aktiviert ist, hat die Option einen Effekt. Standardm&auml;&szlig;ig werden &ldquo;usrquota&rdquo; und &ldquo;grpquota&rdquo; initialisiert. Ist auch das Project-Feature aktiv, so werden auch Project-Quotas (&ldquo;prjquota&rdquo;) initialisiert.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3 id=\"t-1628242104233\">-f &ndash; Fragmentgr&ouml;&szlig;e spezifizieren<\/h3>\n<p>Spezifiziert die Fragmentgr&ouml;&szlig;e in Bytes:<\/p>\n<p>mke2fs -f [Gr&ouml;&szlig;e] [Ger&auml;t]\n<\/p><h3 id=\"t-1628242104234\">-j &ndash; ext3-Journal erstellen<\/h3>\n<p>Mithilfe der <strong>Option -j<\/strong> l&auml;sst sich das Dateisystem mit <strong>ext3-Journal<\/strong> erstellen:<\/p>\n<p>mke2fs -j [Ger&auml;t]\n<\/p><p>Wurde die <strong>Option -J<\/strong> nicht spezifiziert, dann werden Standard-Journal-Parameter zur Erstellung eines geeignet gro&szlig;en Journals verwendet. Damit das Journal tats&auml;chlich verwendet werden kann, m&uuml;ssen Sie einen Kernel mit ext3-Unterst&uuml;tzung einsetzen.<\/p>\n<h3 id=\"t-1628242104235\">-J &ndash; ext3-Journal-Einstellungen<\/h3>\n<p>Die <strong>Option -J<\/strong> erlaubt die Spezifikation der bei Erstellung eines <strong>ext3-Journals<\/strong> verwendeten Einstellungen:<\/p>\n<p>mke2fs -E [Journal-Einstellungen] [Ger&auml;t]\n<\/p><p>Die Einstellungen werden durch Kommata getrennt angegeben und erhalten teilweise au&szlig;erdem ein Argument mit dem <strong>Gleichheitszeichen &ldquo;=&rdquo;<\/strong>. Folgende Einstellungen werden unterst&uuml;tzt:<\/p>\n<table data-rows=\"4\" data-cols=\"2\" data-v=\"middle\">\n<thead>\n<tr>\n<th style=\"\">\n<p><strong>Einstellung<\/strong><\/p>\n<\/th>\n<th style=\"\">\n<p>Funktion<\/p>\n<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\">\n<p>size=[journal-size]\n<\/p><\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\">\n<p>Erstellt ein internes Journal der Gr&ouml;&szlig;e [journal-size] MB, welches im Dateisystem gespeichert wird. Das Journal muss mindestens eine Gr&ouml;&szlig;e von 1024 Dateisystem-Bl&ouml;cken haben. (bei 1k-Bl&ouml;cken also 1MB, bei 4k-Bl&ouml;cken 4MB usw.) Weiterhin darf es nicht gr&ouml;&szlig;er als 10.240.000 Dateisystem-Bl&ouml;cke oder die H&auml;lfte der Gesamtgr&ouml;&szlig;e des Dateisystems sein.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\">\n<p>location=[journal-location]\n<\/p><\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\">\n<p>Spezifiziert den Speicherort des Journals. Als Argument wird entweder eine Blocknummer oder, wenn die numerische Angabe einen Einheiten-Suffix (z.B. &ldquo;M&rdquo;, &ldquo;G&rdquo; etc.) hat, ein Offset vom Anfang des Dateisystems &uuml;bergeben.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td data-th=\"Einstellung\" style=\"\">\n<p>device=[external-journal]\n<\/p><\/td>\n<td data-th=\"Funktion\" style=\"\">\n<p>H&auml;ngt das Dateisystem an das Journal-Block-Device an, das sich auf [external-journal] befindet. Das externe Journal muss bereits mit dem Befehl &ldquo;mke2fs -O journal_dev [external-journal]&rdquo; erstellt worden sein. Weiterhin muss das externe Journal mit derselben Blockgr&ouml;&szlig;e wie das neue Dateisystem erstellt worden sein. W&auml;hrend das Anh&auml;ngen mehrerer Dateisysteme an ein einzelnes Journal zwar unterst&uuml;tzt wird, werden gemeinsame externe Journale derzeit noch nicht von dem Linux-Kernel und e2fsck unterst&uuml;tzt. [external-journal] wird entweder direkt als Ger&auml;tename, oder aber durch LABEL=[Label] oder UUID=[UUID] angegeben. Letztere beiden M&ouml;glichkeiten geben dann das Volume-Label oder die UUID im ext2-Superblock am Anfang des Journals an. Siehe auch der Befehl dumpe2fs zur Ausgabe dieser Informationen zu einem Journal.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3 id=\"t-1628242104236\">-L &ndash; Volume Label spezifizieren<\/h3>\n<p>Die <strong>Option -L<\/strong> wird verwendet, um das <strong>Volume-Label<\/strong> des neuen Dateisystems zu setzen. Die maximale L&auml;nge des Volume-Label betr&auml;gt 16 Bytes.<\/p>\n<p>mke2fs -L [Volume-Label] [Ger&auml;t]\n<\/p><h3 id=\"t-1628242104237\">-t &ndash; Dateisystemtyp spezifizieren<\/h3>\n<p>Mit der <strong>Option -t<\/strong> wird die Typisierung (z.B. <strong>&ldquo;ext2&rdquo;<\/strong>, <strong>&ldquo;ext3&rdquo;<\/strong>, <strong>&ldquo;ext4&rdquo;<\/strong> etc.) des zu erstellenden Dateisystems gew&auml;hlt. Wird die Option nicht angegeben, so w&auml;hlt <strong>mke2fs <\/strong>einen Standard-Typ auf Grundlage dessen, wie das Kommando ausgef&uuml;hrt wurde (z.B. durch Verwendung der Befehle <strong>mkfs.ext2<\/strong>, <strong>mkfs.ext3<\/strong>, <strong>mkfs.ext4<\/strong> etc.), oder wie in der Datei <strong>\/etc\/mke2fs.conf<\/strong> definiert.<\/p>\n<p>mke2fs -t [Dateisystemtyp] [Ger&auml;t]\n<\/p><h3 id=\"t-1628242104238\">-U &ndash; UUID spezifizieren<\/h3>\n<p>Das Dateisystem wird bei Verwendung der <strong>Option -U<\/strong> mit der spezifizierten <strong>UUID <\/strong>erstellt:<\/p>\n<p>mke2fs -U [UUID] [Ger&auml;t]\n<\/p><h3 id=\"t-1628242104239\">-z &ndash; Undo-Datei spezifizieren<\/h3>\n<p>Bei Verwendung der <strong>Option -z<\/strong> schreibt <strong>mke2fs <\/strong>vor jedem &Uuml;berschreiben eines Dateisystemblocks die alten Inhalte des Blocks in eine <strong>Undo-Datei<\/strong>. Die <strong>Undo-Datei<\/strong> kann mit dem Befehl <strong>e2undo <\/strong>verwendet werden, um die alten Inhalte des Dateisystems wiederherzustellen, wenn etwa etwas schiefgelaufen ist. Wird der <strong>Option -z<\/strong> die leere <a class=\"glossaryLink cmtt_Allgemein cmtt_Informatik\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;String&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Ein String ist in der Informatik eine Zeichenkette - stellt also eine endliche Folge von Zeichen aus einem bestimmten Zeichensatz,(...)&lt;\/div&gt;&lt;div class=cmtt_synonyms_wrapper&gt;&lt;div class=cmtt_synonyms_title&gt;Synonyms: &lt;\/div&gt;&lt;div class=cmtt_synonyms&gt;Zeichenkette&lt;\/div&gt;&lt;\/div&gt;\" href=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/glossar\/string\/\" target=\"_blank\" data-mobile-support=\"0\" data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex=\"0\" role=\"link\">Zeichenkette<\/a> &uuml;bergeben, dann wird in eine Datei mit dem Namen <strong>&ldquo;mke2fs-device.e2undo&rdquo;<\/strong> im Verzeichnis, welches durch die <a class=\"glossaryLink cmtt_Informatik\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Umgebungsvariable&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Eine Umgebungsvariable ist in Betriebssystemen &uuml;blicherweise eine konfigurierbare Variable, welche oft Pfade zu bestimmten Dateien aber auch(...)&lt;\/div&gt;&lt;div class=cmtt_synonyms_wrapper&gt;&lt;div class=cmtt_synonyms_title&gt;Synonyms: &lt;\/div&gt;&lt;div class=cmtt_synonyms&gt;Environment Variable&lt;\/div&gt;&lt;\/div&gt;\" href=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/glossar\/umgebungsvariable\/\" target=\"_blank\" data-mobile-support=\"0\" data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex=\"0\" role=\"link\">Umgebungsvariable<\/a> <strong>&ldquo;E2FSPROGS_UNDO_DIR&rdquo;<\/strong> oder die <strong>&ldquo;undo_dir&rdquo;-Direktive<\/strong> der Konfigurationsdatei spezifiziert wird, geschrieben.<\/p>\n<p>mke2fs -z [Datei] [Ger&auml;t]\n<\/p><p style=\"text-align: center;\">Abonniere JETZT unseren Newsletter!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Verpasse nie wieder <strong>neue<\/strong> Beitr&auml;ge und <strong>exklusive Insider-Only-Inhalte!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag lernen Sie den Befehl mke2fs kennen, welcher unter Linux- \/ UNIX-Betriebssystemen eingesetzt wird, um &#8211; \u00fcblicherweise auf einer Festplattenpartition &#8211; ein ext2-, ext3- oder ext4-Dateisystem zu erstellen. 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