{"id":6571,"date":"2020-08-28T16:31:51","date_gmt":"2020-08-28T16:31:51","guid":{"rendered":"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/?p=6571"},"modified":"2021-04-19T10:36:22","modified_gmt":"2021-04-19T10:36:22","slug":"befehl-hdparm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/administration\/befehl-hdparm\/","title":{"rendered":"Der Befehl hdparm"},"content":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag lernen Sie den Befehl hdparm (<strong>h<\/strong>ard <strong>d<\/strong>isk <strong>p<\/strong>a<strong>r<\/strong>a<strong>m<\/strong>eter) kennen, welcher unter Linux-\/UNIX-Betriebssystemen eingesetzt wird, um Parameter f&uuml;r ATA-Laufwerke zu lesen und zu setzen. Neben der allgemeinen <a class=\"glossaryLink cmtt_Allgemein cmtt_Informatik\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Syntax&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;&#8203;Im  Allgemeinen wird unter Syntax ein Regel&#8203;system verstanden, welches zur  Kombination elementarer Zeichen zu zusammengesetzten &#8203;Zeichen in (...)&lt;\/div&gt;\" href=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/glossar\/syntax\/\" target=\"_blank\" data-mobile-support=\"0\" data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex=\"0\" role=\"link\">Syntax<\/a> werden einige der wichtigsten und meistverwendeten Optionen des Befehls vorgestellt.<\/p>\n<p>Beachten Sie, dass hdparm grunds&auml;tzlich ein Werkzeug f&uuml;r fortgeschrittene Nutzer ist. Bei unsachgem&auml;&szlig;er Verwendung des Befehls kann es zu Instabilit&auml;ten sowie unumkehrbaren Sch&auml;den an den Laufwerken kommen.<\/p>\n<h2 id=\"t-1596026240874\">Allgemeine Syntax<\/h2>\n<p>Die Syntax des Befehls <strong>hdparm <\/strong>lautet grunds&auml;tzlich folgenderma&szlig;en:<\/p>\n<pre>hdparm [Optionen] [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Werden dem Befehl keine Optionen &uuml;bergeben, so wird er standardm&auml;&szlig;ig automatisch mit den <strong>Optionen -acdgkmur<\/strong> ausgef&uuml;hrt &ndash; dies entspricht der <strong>verbose-Option -v<\/strong>. Die Ausf&uuml;hrung des Befehls ohne Optionen ist daher analog zu den folgenden Eingaben:<\/p>\n<pre>hdparm -acdgkmur [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p><strong>bzw.<\/strong><\/p>\n<pre>hdparm -v [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Ausgegeben werden so grundlegende Daten zum betreffenden Laufwerk &ndash; beispielsweise <strong>DMA<\/strong>, <strong>multiple-sector-count<\/strong>, <strong>read-only<\/strong>, <strong>read-ahead<\/strong> und die <strong>Geometrie<\/strong>.<\/p>\n<h5>Beispiel: hdparm ohne Optionen<\/h5>\n<h6>Eingabe:<\/h6>\n<p>hdparm \/dev\/sda3<\/p>\n<h6>Ausgabe:<\/h6>\n<p style=\"\">Ausgegeben werden die f&uuml;r das Ger&auml;t \/dev\/sda3 konfigurierten Werte f&uuml;r &ldquo;multcount&rdquo;, &ldquo;readonly&rdquo;, &ldquo;readahead&rdquo; und &ldquo;geometry&rdquo;.<\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"befehl-hdparm-keine-optionen\" data-id=\"6756\" width=\"657\" data-init-width=\"711\" height=\"121\" data-init-height=\"131\" title=\"befehl-hdparm-keine-optionen\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/08\/screens_20200824_131157_capture_088.jpg\" data-width=\"657\" data-height=\"121\"\/><\/span><\/p>\n<h2 id=\"t-1596026240875\">Wichtige Optionen<\/h2>\n<p>Im Folgenden werden die wichtigsten Optionen von <strong>hdparm <\/strong>vorgestellt. Die Optionen werden dabei in 3 Abschnitte unterteilt: Zun&auml;chst werden solche Optionen vorgestellt, die lediglich f&uuml;r die Ausgabe von <strong>Ger&auml;teinformationen <\/strong>verwendet werden. Anschlie&szlig;end folgen einige Optionen zur <strong>Konfiguration <\/strong>bzw. f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung von <strong>Optimierungen<\/strong>.<\/p>\n<h3 id=\"t-1596026240878\">Ausgabe von Ger&auml;teinformationen<\/h3>\n<h4 id=\"t-1596026240876\">-i &ndash; Detaillierte Informationen<\/h4>\n<p>Mit der <strong>Option -i<\/strong> lassen sich <strong>detaillierte <\/strong><strong>Informationen <\/strong>zum gew&auml;hlten Laufwerk abrufen, welche zur <strong>Boot-<\/strong> bzw. <strong>Konfigurationszeit <\/strong>von den Kernel-Treibern gespeichert wurden. Je nach Aktivit&auml;t seit dem Booten des Systems kann sich die Ausgabe von den aktuellen, vom Laufwerk selbst abrufbaren, Informationen unterscheiden. Nutzen Sie daher auch die <strong>Option -I<\/strong>, um <strong>aktuelle <\/strong><strong>Informationen <\/strong>zu erhalten.<\/p>\n<pre>hdparm -i [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Zu den ausgegebenen Informationen geh&ouml;ren die <strong>Modell-Bezeichnung<\/strong>, <strong>Firmware-Version<\/strong>, <strong>Seriennummer<\/strong>, die <strong>Kapazit&auml;t <\/strong>des Laufwerkscache und viele weitere Parameter.<\/p>\n<h4>-I &ndash; Aktuelle detaillierte Informationen<\/h4>\n<p>Noch einmal wesentlich umfangreicher ist die Ausgabe der <strong>Option -I<\/strong>. Die Informationen werden hierbei direkt aus dem Laufwerk ausgelesen, sind also &ndash; auch wenn sich Werte zur Laufzeit ge&auml;ndert haben &ndash; jederzeit aktuell.<\/p>\n<pre>hdparm -I [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Die Ausgabe ist in mehrere Abschnitte eingeteilt: So werden neben allgemeinen Daten zum <strong>ATA-Ger&auml;t<\/strong> selbst (<strong>ATA device<\/strong>) auch <strong>Standards<\/strong>, die <strong>Konfiguration <\/strong>(Configuration), <strong>Kapazit&auml;ten <\/strong>(Capabilities), aktivierte bzw. deaktivierte <strong>Funktionen <\/strong>(Commands\/features), sowie einige weitere fortgeschrittene Informationen ausgegeben. Je nach Ger&auml;temodell, <strong>hdparm<\/strong>-Version und anderer Hardware kann sich die Ausgabe stark unterscheiden.<\/p>\n<h5>Beispiel: hdparm -I<\/h5>\n<h6>Eingabe:<\/h6>\n<p>hdparm -I \/dev\/sda4<\/p>\n<h6>Ausgabe:<\/h6>\n<p>In der Ausgabe werden detaillierte Ausgaben zum Laufwerk <strong>\/dev\/sda4<\/strong> angezeigt. Es ist zu beachten, dass es sich bei dem Ger&auml;t <strong>\/dev\/sda4<\/strong> in diesem und allen folgenden Beispielen um eine virtuelle Festplatte handelt.<\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"befehl-hdparm-option-I\" data-id=\"6785\" width=\"657\" data-init-width=\"894\" height=\"288\" data-init-height=\"392\" title=\"befehl-hdparm-option-I\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/08\/screens_20200824_130406_capture_069.jpg\" data-width=\"657\" data-height=\"288\"\/><\/span><\/p>\n<h4>-T &ndash; System-Cache testen (kein Festplattenzugriff)<\/h4>\n<p>Mit der <strong>Option -T<\/strong> kann die <strong>Performance <\/strong>des <strong>System-Cache<\/strong> &uuml;berpr&uuml;ft werden.<\/p>\n<pre>hdparm -T [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Angezeigt wird die <strong>Lesegeschwindigkeit <\/strong>aus dem <strong>Linux-Puffer-Cache<\/strong><strong>ohne <\/strong><strong>Plattenzugriff <\/strong>&ndash; die Ausgabe gibt somit im wesentlichen einen Hinweis auf den Durchsatz des Prozessors, <a class=\"glossaryLink cmtt_Informatik\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Cache&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Als Cache wird in der Informatik ein Zwischenspeicher bezeichnet, um den Zugriff zu beschleunigen.    &lt;\/div&gt;\" href=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/glossar\/cache\/\" target=\"_blank\" data-mobile-support=\"0\" data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex=\"0\" role=\"link\">Caches<\/a> und Arbeitsspeichers des Systems.<\/p>\n<p>Zwar nimmt die Angabe des Ger&auml;ts keinen Einfluss auf das Ergebnis der Messung, so muss diese trotzdem vorhanden sein.<\/p>\n<h5>Beispiel: hdparm -T<\/h5>\n<h6>Eingabe:<\/h6>\n<p>hdparm -T \/dev\/sda4<\/p>\n<h6>Ausgabe:<\/h6>\n<p>In der Ausgabe findet sich nun die <strong>Lesegeschwindigkeit <\/strong>aus dem <strong>Linux-Puffer-Cache<\/strong> &ndash; der Ger&auml;tename <strong>\/dev\/sda4<\/strong> wird angezeigt, steht jedoch in keinem Zusammenhang zu den ausgegebenen Werten. Die <strong>Lesegeschwindigkeit <\/strong>aus dem <strong>Linux-Puffer-Cache<\/strong> betr&auml;gt hierbei etwa <strong>3760 MB\/s<\/strong>.<\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"befehl-hdparm-option-T\" data-id=\"6782\" width=\"657\" data-init-width=\"763\" height=\"57\" data-init-height=\"66\" title=\"befehl-hdparm-option-T\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/08\/screens_20200824_130435_capture_072.jpg\" data-width=\"657\" data-height=\"57\"\/><\/span><\/p>\n<h4>-t &ndash; System-Cache testen (Festplattenzugriff)<\/h4>\n<p>Auch mit der <strong>Option -t<\/strong> ist ein <strong>Performance<\/strong>-Test m&ouml;glich. Diesmal wird jedoch die <strong>Lesegeschwindigkeit <\/strong>&uuml;ber den <strong>Puffer-Cache<\/strong> aus dem angegebenen Laufwerk, ohne vorherige Zwischenspeicherung der Daten, angezeigt.<\/p>\n<pre>hdparm -t [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Die mit der <strong>Option -t<\/strong> durchgef&uuml;hrte Messung gibt damit einen Hinweis auf die <strong>Geschwindigkeit <\/strong><strong>sequentieller <\/strong><strong>Lesevorg&auml;nge <\/strong>unter Linux ohne jeglichen Dateisystem-Overhead. Es handelt sich damit um die reine Netto-Datenrate zwischen dem gew&auml;hlten Laufwerk, Chipsatz und dem vorhandenen Kernel-Modul.<\/p>\n<h5>Beispiel: hdparm -t<\/h5>\n<h6>Eingabe:<\/h6>\n<p>hdparm -t \/dev\/sda4<\/p>\n<h6>Ausgabe:<\/h6>\n<p>Nach Durchf&uuml;hrung des Tests wird die <strong>Lesegeschwindigkeit <\/strong>&uuml;ber den <strong>Puffer-Cache<\/strong> aus dem Laufwerk <strong>\/dev\/sda4<\/strong> ausgegeben. In diesem Fall betr&auml;gt die Geschwindigkeit etwa <strong>71 MB\/s<\/strong>.<\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"befehl-hdparm-option-t\" data-id=\"6776\" width=\"657\" data-init-width=\"690\" height=\"62\" data-init-height=\"66\" title=\"befehl-hdparm-option-t\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/08\/screens_20200824_130514_capture_075.jpg\" data-width=\"657\" data-height=\"62\"\/><\/span><\/p>\n<p>Zus&auml;tzlich kann auch noch die <strong>Option &ndash;direct<\/strong> angeh&auml;ngt werden: Der <strong>System-Cache<\/strong> wird dann vollst&auml;ndig <strong>&uuml;bersprungen<\/strong>, sodass der direkte Laufwerks-Durchsatz gemessen wird.<\/p>\n<pre>hdparm -t --direct [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<h5>Beispiel: hdparm -t &ndash;direct<\/h5>\n<h6>Eingabe:<\/h6>\n<p>hdparm -t &ndash;direct \/dev\/sda4<\/p>\n<h6>Ausgabe:<\/h6>\n<p>Dieser Test, bei welchem der <strong>System-Cache<\/strong> vollst&auml;ndig &uuml;bersprungen wurde, zeigt eine deutlich h&ouml;here <strong>Lesegeschwindigkeit<\/strong>.<\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"befehl-hdparm-option-t-direct\" data-id=\"6779\" width=\"657\" data-init-width=\"735\" height=\"61\" data-init-height=\"68\" title=\"befehl-hdparm-option-t-direct\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/08\/screens_20200824_130536_capture_078.jpg\" data-width=\"657\" data-height=\"61\"\/><\/span><\/p>\n<h3 id=\"t-1596196564156\">Konfiguration \/ Optimierungen<\/h3>\n<h4>-a &ndash; Sektorenzahl f&uuml;r den FS-Readahead<\/h4>\n<p>Mit der <strong>Option -a<\/strong> kann die <strong>Sektorenzahl <\/strong>f&uuml;r den <strong>Filesystem-Readahead<\/strong> ausgegeben und eingestellt werden. Bei der Ausf&uuml;hrung ohne Optionen wird die aktuelle Sektorenzahl ausgegeben:<\/p>\n<pre>hdparm -a [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<h5>Beispiel: hdparm -a<\/h5>\n<h6>Eingabe:<\/h6>\n<p>hdparm -g \/dev\/sda4<\/p>\n<h6>Ausgabe:<\/h6>\n<p>Der Ausgabe ist zu entnehmen, dass das <strong>Filesystem-Readahead<\/strong> eingeschaltet ist <strong>(on)<\/strong> und mit der <strong>Sektorenzahl 256<\/strong> konfiguriert ist.<\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"befehl-hdparm-option-a\" data-id=\"6771\" width=\"657\" data-init-width=\"626\" height=\"70\" data-init-height=\"66\" title=\"befehl-hdparm-option-a\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/08\/screens_20200824_130636_capture_079.jpg\" data-width=\"657\" data-height=\"70\"\/><\/span><\/p>\n<h4>-A &ndash; read-lookahead Funktion<\/h4>\n<p>Die <strong>Option -A<\/strong> wird verwendet, um den Zustand der <strong>&ldquo;read-lookahead&rdquo;<\/strong>-Funktion einer <strong>IDE-Festplatte<\/strong> abzufragen oder zu setzen. Werden keine Parameter angegeben, so gibt <strong>hdparm <\/strong>den aktuellen Stand aus:<\/p>\n<pre>hdparm -A [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Zum Aktivieren bzw. Deaktivieren der Funktion wird der Option noch eine <strong>1 (Aktivieren)<\/strong> bzw. <strong>0 (Deaktivieren)<\/strong> angeh&auml;ngt. Wichtig ist, dass zwischen der <strong>Option -A<\/strong> und dem zus&auml;tzlichen Parameter kein Leerzeichen angegeben wird:<\/p>\n<pre>hdparm -A[0 \/ 1] [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<h4 id=\"t-1596196564157\">-b &ndash; Bus-Status<\/h4>\n<p>Bei Verwendung der <strong>Option -b<\/strong> wird der <strong>Bus-Status<\/strong> des angegebenen Ger&auml;ts ausgegeben:<\/p>\n<pre>hdparm -b [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<h4>-c &ndash; (E)IDE 32-bit I\/O Support<\/h4>\n<p>Mit der <strong>Option -c<\/strong> k&ouml;nnen Sie, bei Weglassen jeglicher Parameter, den Status des <strong>(E)IDE 32-bit I\/O Support<\/strong> abfragen:<\/p>\n<pre>hdparm -c [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Bei der Eingabe von Parametern f&uuml;r die <strong>Option -c<\/strong> haben Sie mehrere M&ouml;glichkeiten: Mit dem <strong>Parameter 0<\/strong><strong>deaktivieren <\/strong>Sie die <strong>32-bit I\/O<\/strong><strong>Unters&uuml;tzung<\/strong>, <strong>1 aktiviert<\/strong> sie, und der <strong>Parameter 3 aktiviert<\/strong> die <strong>32-bit I\/O<\/strong><strong>Unterst&uuml;tzung <\/strong>schlie&szlig;lich mit einer speziellen <strong>Sync-Sequenz<\/strong>, welche von einigen Chipsets ben&ouml;tigt wird. Grunds&auml;tzlich funktioniert der Wert <strong>3<\/strong> mit fast allen <strong>32-bit IDE Chipsets<\/strong>, so bringt er jedoch etwas <strong>mehr <\/strong><strong>Overhead <\/strong>mit sich.<\/p>\n<pre>hdparm -c [0 \/ 1 \/ 3] [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Beachten Sie, dass die <strong>&ldquo;32-bit&rdquo;<\/strong> sich allein auf den Datentransfer &uuml;ber einen <strong>PCI-<\/strong> oder <strong>VLB-Bus<\/strong> an die Schnittstelle beziehen.<\/p>\n<h4>-d &ndash; DMA-Modus<\/h4>\n<p>Die <strong>Option -d<\/strong> zeigt bei Eingabe ohne Parameter, ob der <strong>DMA-Modus<\/strong> f&uuml;r das angegebene Ger&auml;t aktiviert ist:<\/p>\n<pre>hdparm -d [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Zum Aktivieren des <strong>DMA-Modus<\/strong> wird der <strong>Option -d<\/strong> eine <strong>1<\/strong> angeh&auml;ngt &ndash; zum <strong>Deaktivieren <\/strong>dementsprechend eine <strong>0<\/strong>:<\/p>\n<pre>hdparm -d[0 \/ 1] [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Zwar wird in den meisten F&auml;llen automatisch der korrekte <strong>DMA-Modus<\/strong> ausgew&auml;hlt, so sollte bei <strong>Aktivierung <\/strong>mit <strong>-d1<\/strong> bestenfalls auch immer die passende <strong>Option -X<\/strong> angewendet werden.<\/p>\n<h4>-g &ndash; Festplattengeometrie<\/h4>\n<p>Zeigt die <strong>Festplattengeometrie <\/strong>des angegebenen Ger&auml;ts an &ndash; dazu geh&ouml;ren <strong>Zylinder<\/strong>, <strong>K&ouml;pfe<\/strong>, <strong>Sektoren <\/strong>sowie <strong>Gr&ouml;&szlig;e<\/strong>&ndash; und <strong>Offset <\/strong>vom Anfang der Festplatte in Sektoren.<\/p>\n<pre>hdparm -g [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<h5>Beispiel: hdparm -g<\/h5>\n<h6>Eingabe:<\/h6>\n<p>hdparm -g \/dev\/sda4<\/p>\n<h6>Ausgabe:<\/h6>\n<p>In der Ausgabe wird die <strong>Festplattengeometrie<\/strong> des Ger&auml;ts angezeigt. Die Angaben sind dabei unterteilt in <strong>&ldquo;geometry&rdquo;<\/strong>, (<strong>Zylinder <\/strong>\/ <strong>K&ouml;pfe <\/strong>\/ <strong>Sektoren<\/strong>), <strong>&ldquo;sectors&rdquo;<\/strong> und <strong>&ldquo;start&rdquo;<\/strong>.<\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"befehl-hdparm-option-g\" data-id=\"6767\" width=\"657\" data-init-width=\"697\" height=\"62\" data-init-height=\"66\" title=\"befehl-hdparm-option-g\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/08\/screens_20200824_130840_capture_083.jpg\" data-width=\"657\" data-height=\"62\"\/><\/span><\/p>\n<h4>-k &ndash; Einstellungen beibehalten<\/h4>\n<p>Mit der <strong>Option -k<\/strong> l&auml;sst sich der Zustand des <strong>&ldquo;keep_settings_over_reset&rdquo;-Flag<\/strong> abfragen und setzen. Ist das Flag gesetzt, so werden die<strong> Optionen -d<\/strong>, <strong>-m<\/strong> und <strong>-u<\/strong> auch &uuml;ber einen <strong>(Soft-)Reset<\/strong> hinaus erhalten. Der aktuelle Zustand des Flag wird folgenderma&szlig;en abgefragt:<\/p>\n<pre>hdparm -k [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Durch Hinzuf&uuml;gen einer <strong>1<\/strong> (zum <strong>Aktivieren<\/strong>) oder einer <strong>0<\/strong> (zum <strong>Deaktivieren<\/strong>) l&auml;sst sich der Zustand ver&auml;ndern:<\/p>\n<pre>hdparm -k[0 \/ 1] [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Standardm&auml;&szlig;ig ist das Flag nicht gesetzt, um <strong>Laufwerk-Reset-Schleifen<\/strong> zu verhindern, welche von verschiedenen Kombinationen der <strong>Optionen -d<\/strong>, <strong>-m<\/strong> und <strong>-u<\/strong> hervorgerufen werden k&ouml;nnen. &nbsp;Vor Anwendung der <strong>Option -k<\/strong> ist daher m&ouml;glichst der korrekte Systembetrieb mit dem gew&auml;hlten Satz von Einstellungen sicherzustellen.<\/p>\n<h4>-r &ndash; Read-Only-Flag<\/h4>\n<p>Verwenden Sie zur Abfrage und zum Setzen des <strong>Read-Only-Flag<\/strong> eines Ger&auml;ts die <strong>Option -r<\/strong>. Werden keine Parameter angegeben, so wird der aktuelle Stand ausgegeben:<\/p>\n<pre>hdparm -r [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Auch hier wird das Flag durch Hinzuf&uuml;gen einer <strong>0<\/strong> (<strong>Deaktiviert<\/strong>) oder <strong>1<\/strong> (<strong>Aktiviert<\/strong>) gesetzt:<\/p>\n<pre>hdparm -r[0 \/ 1] [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Ist das Flag aktiviert, so erlaubt Linux <strong>keine <\/strong><strong>Schreiboperationen <\/strong>auf dem Ger&auml;t.<\/p>\n<h5>Beispiel: hdparm -r<\/h5>\n<h6>Eingabe:<\/h6>\n<p>hdparm -r \/dev\/sda4<\/p>\n<h6>Ausgabe:<\/h6>\n<p>F&uuml;r das Laufwerk \/dev\/sda4 wird der aktuelle Zustand des Read-Only-Flag ausgegeben. In diesem Fall ist es deaktiviert (0).<\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"befehl-hdparm-option-r\" data-id=\"6788\" width=\"657\" data-init-width=\"626\" height=\"86\" data-init-height=\"68\" title=\"befehl-hdparm-option-r\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/08\/screens_20200824_130942_capture_085.jpg\" data-width=\"657\" data-height=\"86\"\/><\/span><\/p>\n<h4>-W &ndash; Write-Caching<\/h4>\n<p>Die <strong>Option -W<\/strong> wird zur Ausgabe sowie zur Aktivierung und Deaktivierung des <strong>Write-Caching<\/strong> bei <strong>IDE\/SATA-Laufwerken<\/strong> verwendet. Die Ausf&uuml;hrung ohne Parameter gibt den aktuellen Zustand aus:<\/p>\n<pre>hdparm -W [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Mit den Parametern <strong>1<\/strong> und <strong>0<\/strong> l&auml;sst sich das <strong>Write-Caching<\/strong> aktivieren oder deaktivieren:<\/p>\n<pre>hdparm -W[0 \/ 1] [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Die Option <strong>erh&ouml;ht <\/strong>bei Aktivierung die <strong>Schreibleistung<\/strong>, riskiert im Falle eines pl&ouml;tzlichen Stromausfalls aber <strong>Datenverlust<\/strong>, da die im <strong>Cache <\/strong>befindlichen Daten noch nicht auf die Festplatte geschrieben wurden.&nbsp;<\/p>\n<h4>-X &ndash; IDE-&Uuml;bertragungsmodus<\/h4>\n<p id=\"t-1596196564158\">Schlie&szlig;lich l&auml;sst sich mit der <strong>Option -X<\/strong> der <strong>IDE-&Uuml;bertragungsmodus<\/strong> bei neueren <strong>(E)IDE\/ATA Laufwerken<\/strong> setzen und auslesen. Werden keine Parameter angegeben, so wird der <strong>IDE-&Uuml;bertragungsmodus<\/strong> ausgegeben:<\/p>\n<pre>hdparm -X [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Mit <strong>0<\/strong> und <strong>1<\/strong> kann der Modus gesetzt werden:<\/p>\n<pre>hdparm -X[0 \/ 1] [Ger&auml;t(e)]<\/pre>\n<p>Die <strong>Option -X<\/strong> wird oft in Kombination mit der <strong>Option -d1<\/strong> verwendet, um den <strong>DMA-Modus<\/strong> von Laufwerken zu aktivieren, welche diesen unterst&uuml;tzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abonniere JETZT unseren Newsletter!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Verpasse nie wieder <strong>neue<\/strong> Beitr&auml;ge und <strong>exklusive Insider-Only-Inhalte!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag lernen Sie den Befehl hdparm (hard disk parameter) kennen, welcher unter Linux-\/UNIX-Betriebssystemen eingesetzt wird, um Parameter f\u00fcr ATA-Laufwerke zu lesen und zu setzen. 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