{"id":6340,"date":"2020-07-30T17:37:26","date_gmt":"2020-07-30T17:37:26","guid":{"rendered":"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/?p=6340"},"modified":"2020-09-09T15:23:00","modified_gmt":"2020-09-09T15:23:00","slug":"hardware-informationen-auslesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/grundlagen\/hardware-informationen-auslesen\/","title":{"rendered":"Hardware-Informationen auslesen"},"content":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag lernen Sie einige wichtige Befehle zum Auslesen von Hardware-Informationen auf Linux-\/UNIX-Betriebssystemen kennen. Diese Informationen k&ouml;nnen in vielen Situationen hilfreich bzw. notwendig sein &ndash; so beispielsweise bei der hardwareseitigen Problemanalyse, oder wenn jegliche &Auml;nderungen an dem Aufbau des Systems durchgef&uuml;hrt werden sollen.<\/p>\n<p>Es stehen mehrere Befehle bereit, welche die Anzeige der ben&ouml;tigten Informationen realisieren: Einige wichtige Befehle lshw, lscpu, lsusb, lspci, und hdparm werden dazu in diesem Beitrag kurz gezeigt. Wenn Sie jedoch N&auml;heres zu den einzelnen Befehlen sowie ihren Anwendungen erfahren m&ouml;chten und zudem einige Beispiele ben&ouml;tigen, lesen Sie auch den jeweiligen Beitrag zum Befehl.<\/p>\n<h2 id=\"t-1595422686707\">Installation<\/h2>\n<p>Das Paket <strong>lshw <\/strong>ist nicht auf allen Linux-\/UNIX-Betriebssystemen bereits vorinstalliert &ndash; dies kann mit dem folgenden Befehl nachgeholt werden:<\/p>\n<pre>apt-get install lshw<\/pre>\n<p>Alle anderen hier verwendeten Befehle sind standardm&auml;&szlig;ig bereits installiert. Wenn Sie n&auml;heres zur <strong>Paket- und Quellenverwaltung<\/strong> mit <strong>apt <\/strong>erfahren m&ouml;chten, dann lesen Sie auch unseren Beitrag zu diesem Thema.<\/p>\n<h2 id=\"t-1595422686708\">Hardware-&Uuml;berblick<\/h2>\n<p>Zur Anzeige detaillierter Informationen zur Hardware-Konfiguration eines Systems kann der Befehl <strong>lshw <\/strong>ohne zus&auml;tzliche Parameter bzw. Optionen eingesetzt werden. Neben der exakten <strong>Speicher-Konfiguration<\/strong> werden <strong>Firmware-Versionen<\/strong>, <strong>Mainboard-Konfiguration<\/strong>, <strong>CPU-Version<\/strong> und <strong>&ndash;<\/strong><strong>Geschwindigkeit<\/strong>, <strong><a class=\"glossaryLink cmtt_Informatik\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Cache&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Als Cache wird in der Informatik ein Zwischenspeicher bezeichnet, um den Zugriff zu beschleunigen.    &lt;\/div&gt;\" href=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/glossar\/cache\/\" target=\"_blank\" data-mobile-support=\"0\" data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex=\"0\" role=\"link\">Cache<\/a><\/strong>, <strong>Bus-Geschwindigkeiten<\/strong> und viele weitere Informationen ausgegeben. Die <a class=\"glossaryLink cmtt_Allgemein cmtt_Informatik\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Syntax&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;&#8203;Im  Allgemeinen wird unter Syntax ein Regel&#8203;system verstanden, welches zur  Kombination elementarer Zeichen zu zusammengesetzten &#8203;Zeichen in (...)&lt;\/div&gt;\" href=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/glossar\/syntax\/\" target=\"_blank\" data-mobile-support=\"0\" data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex=\"0\" role=\"link\">Syntax<\/a> lautet ganz einfach:<\/p>\n<pre>lshw<\/pre>\n<p>Die Ausgabe von <strong>lshw <\/strong>ist in dieser Standardform jedoch sehr un&uuml;bersichtlich und schwer nachzuvollziehen. Um die Ausgabe nur auf die n&ouml;tigsten <strong>Informationen <\/strong>zu <strong>reduzieren<\/strong>, kann auch die <strong>Option -short<\/strong> angeh&auml;ngt werden:<\/p>\n<pre>lshw -short<\/pre>\n<h2 id=\"t-1595422686713\">Hardware-Details<\/h2>\n<p>Wenn jedoch n&auml;here Details zu spezifischen Komponenten eines Systems gesucht sind, k&ouml;nnen auch noch <strong>weitere Optionen<\/strong> des Befehls <strong>lshw <\/strong>sowie einige <strong>weitere Befehle<\/strong> herangezogen werden.<\/p>\n<h3 id=\"t-1595422686709\">Details zur CPU<\/h3>\n<p>Wenn nun n&auml;here Details zur <strong>CPU <\/strong>eines Systems ben&ouml;tigt werden, k&ouml;nnen Sie den Befehl <strong>lscpu <\/strong>verwenden:<\/p>\n<pre>lscpu<\/pre>\n<p>Der Befehl gibt eine Auflistung von relevanten Informationen zur CPU aus &ndash; zu diesen geh&ouml;ren unter anderem die <strong>Architektur<\/strong>, <strong>Anzahl <\/strong><strong>Kerne<\/strong>, <strong>Threads<\/strong>, <strong>Hersteller-ID<\/strong>, der <strong>Modellname <\/strong>und die <strong>Frequenz<\/strong>. Eine Alternative ist hier der Befehl <strong>lshw<\/strong>, welcher mit der <strong>Option -C<\/strong> und dem <strong>Parameter <\/strong><strong>&lsquo;cpu&rsquo;<\/strong> eine &auml;hnliche Ausgabe erzeugt:<\/p>\n<pre>lshw -C cpu<\/pre>\n<p>Die Ausgabe von <strong>lshw <\/strong>umfasst jedoch etwas weniger Informationen und ist teilweise zudem ein wenig un&uuml;bersichtlich.<\/p>\n<h3 id=\"t-1595422686710\">Details zum Arbeitsspeicher<\/h3>\n<p>Informationen zum <strong>Arbeitsspeicher <\/strong>lassen sich ebenfalls mit dem Befehl <strong>lshw <\/strong>ausgeben. Hierbei wird die <strong>Option -C<\/strong> mit dem <strong>Parameter <\/strong><strong>&lsquo;memory&rsquo;<\/strong> kombiniert:<\/p>\n<pre>lshw -C memory<\/pre>\n<p>Aufgrund der Un&uuml;bersichtlichkeit der Ausgabe kann es auch hier sinnvoll sein, die Ausgabe mit <strong>-short<\/strong> zu k&uuml;rzen:<\/p>\n<pre>lshw -short -C memory<\/pre>\n<p>Es werden <strong>Typ<\/strong>, <strong>Kapazit&auml;t<\/strong>, <strong>Geschwindigkeit <\/strong>und <strong>Spannung <\/strong>f&uuml;r jeden verbauten <strong>DIMM <\/strong>einzeln gezeigt.<\/p>\n<h3 id=\"t-1595422686711\">Details zu Laufwerken und Ger&auml;ten (Devices)<\/h3>\n<p>Die Ausgabe aller <strong>Laufwerke <\/strong>eines Systems wird ebenfalls durch <strong>lshw <\/strong>erm&ouml;glicht. Die <strong>Option -C <\/strong>wird diesmal mit dem <strong>Parameter <\/strong><strong>&lsquo;disk&rsquo;<\/strong> eingesetzt:<\/p>\n<pre>lshw -C disk<\/pre>\n<p>Wenn jedes <strong>Laufwerk <\/strong>auf einer einzelnen Zeile ausgegeben werden soll und lediglich grundlegende Informationen wie <strong>Hardware-Pfad<\/strong>, <strong>Ger&auml;tebezeichnung<\/strong>, <strong>Typ <\/strong>und eine <strong>Kurzbeschreibung <\/strong>ben&ouml;tigt werden, dann kann auch hier wieder <strong>-short<\/strong> verwendet werden:<\/p>\n<pre>lshw -short -C disk<\/pre>\n<p>Wenn Sie nun detaillierte Informationen zu einem bestimmten <strong>SATA-Ger&auml;t<\/strong> ben&ouml;tigen &ndash; beispielsweise das <strong>Modell <\/strong>und die <strong>Seriennummer <\/strong>&ndash; dann verwenden Sie den Befehl <strong>hdparm <\/strong>mit der <strong>Option -i<\/strong> und &uuml;bergeben die <strong>Bezeichnung<\/strong> des entsprechenden Ger&auml;ts:<\/p>\n<pre>hdparm -i [Ger&auml;t]<\/pre>\n<p>Schlie&szlig;lich ist es auch m&ouml;glich, Informationen zu <strong>USB-<\/strong> und <strong>PCI-Bussen<\/strong> auszugeben. Nutzen Sie dazu die beiden Befehle <strong>lsusb <\/strong>und <strong>lspci<\/strong>. Mit <strong>lsusb <\/strong>werden alle per USB an das System angeschlossenen Ger&auml;te ausgegeben:<\/p>\n<pre>lsusb<\/pre>\n<p>Bei Verwendung des Befehls ohne zus&auml;tzliche Optionen werden die Ger&auml;te zeilenweise ausgegeben, wobei der jeweilige <strong>Bus<\/strong>, die <strong>Hardware-ID<\/strong> und ein <strong>Namensteil <\/strong>enthalten sind. Die Hardware-ID setzt sich aus einer <strong>Vendor-ID<\/strong> und einer <strong>Product-ID<\/strong> zusammen und identifiziert so eindeutig, um welche Art von Hardware es sich handelt.<\/p>\n<p><strong>lspci <\/strong>zeigt Informationen zu den <strong>PCI-Bussen<\/strong> eines Systems sowie den angeschlossenen Ger&auml;ten an:<\/p>\n<pre>lspci<\/pre>\n<h3 id=\"t-1595422686712\">Details zu Netzwerkger&auml;ten<\/h3>\n<p>Verwenden Sie zur Anzeige verschiedener Informationen zu <strong>Netzwerkschnittstellen <\/strong>einfach die <strong>Option -C<\/strong> mit dem Parameter <strong>&lsquo;network&rsquo;<\/strong>:<\/p>\n<pre>lshw -short -C network<\/pre>\n<p>Neben der <strong>Bezeichnung <\/strong>und dem <strong>Herstellernamen <\/strong>werden <strong>Bus<\/strong>, <strong>Kapazit&auml;t<\/strong>, <strong>Frequenz <\/strong>und weitere Informationen ausgegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abonniere JETZT unseren Newsletter!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Verpasse nie wieder <strong>neue<\/strong> Beitr&auml;ge und <strong>exklusive Insider-Only-Inhalte!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag lernen Sie einige wichtige Befehle zum Auslesen von Hardware-Informationen auf Linux-\/UNIX-Betriebssystemen kennen. 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