{"id":5261,"date":"2020-04-19T16:32:11","date_gmt":"2020-04-19T16:32:11","guid":{"rendered":"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/?p=5261"},"modified":"2020-07-02T15:24:41","modified_gmt":"2020-07-02T15:24:41","slug":"befehl-fdisk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/administration\/befehl-fdisk\/","title":{"rendered":"Der Befehl fdisk"},"content":{"rendered":"<p>fdisk (fixed disk) ist ein schon zu Beginn von Linux langj&auml;hrig bew&auml;hrtes, men&uuml;gesteuertes Programm zum Erstellen, Anzeigen, Bearbeiten und L&ouml;schen von Partitionstabellen und wird &uuml;blicherweise nur f&uuml;r Partitionen (Master Boot Records MBR) verwendet. Es unterst&uuml;tzt unterschiedliche Partitionstypen wie z.B. DOS, Linux, FAT32, NTFS. GPT -Partitionstabellen lassen sich allerdings mit fdisk nicht bearbeiten.&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"tab-con-14\">Installation<\/h2>\n<p><strong>fdisk <\/strong>ist Teil des Standard-Softwarepakets utils-linux-ng und ist bei den meisten Linux-\/UNIX-Distributionen bereits installiert.<\/p>\n<h2 id=\"tab-con-16\">Syntax<\/h2>\n<p>Die allgemeine <a class=\"glossaryLink cmtt_Allgemein cmtt_Informatik\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Syntax&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;&#8203;Im  Allgemeinen wird unter Syntax ein Regel&#8203;system verstanden, welches zur  Kombination elementarer Zeichen zu zusammengesetzten &#8203;Zeichen in (...)&lt;\/div&gt;\" href=\"https:\/\/profi-tutorials.de\/linux\/glossar\/syntax\/\" target=\"_blank\" data-mobile-support=\"0\" data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex=\"0\" role=\"link\">Syntax<\/a> des Befehls <strong>fdisk <\/strong>sieht wie folgt aus:<\/p>\n<pre>fdisk [OPTIONEN] [Ger&auml;tename]<\/pre>\n<p>M&ouml;chten Sie beispielsweise alle Partitionen (-l, list) des Ger&auml;tes \/dev\/sda &nbsp;(also normalerweise der ersten physikalischen Festplatte des Systems) auslesen, w&uuml;rde der Befehl folgenderma&szlig;en aussehen:<\/p>\n<pre>fdisk -l \/dev\/sda<\/pre>\n<h2 id=\"tab-con-10\">Die wichtigsten Optionen<\/h2>\n<p><strong>fdisk <\/strong>bietet einige Optionen. Im Folgenden werden die g&auml;ngigsten aufgef&uuml;hrt.<\/p>\n<h4 id=\"tab-con-6\">-h &ndash; Help<\/h4>\n<p>Mit der <strong>Option -h<\/strong> (<strong>h<\/strong>elp) k&ouml;nnen Sie die Hilfe von <strong>fdisk <\/strong>ausgeben. Zudem wird das Programm beendet.<\/p>\n<pre>fdisk -h<\/pre>\n<h4 id=\"tab-con-7\">-l &ndash; List<\/h4>\n<p>Mit <strong>-l<\/strong> (<strong>l<\/strong>ist) k&ouml;nnen Sie die Partitionstabellen f&uuml;r die angegebenen Datentr&auml;ger auflisten. Sollten Sie keinen Datentr&auml;ger explizit angeben, werden die in \/proc\/partitions aufgelisteten Ger&auml;te verwendet, sofern welche vorhanden sind. Nach der Ausgabe befinden Sie sich wieder im Eingabemodus der Shell.&nbsp;<\/p>\n<pre>fdisk -l [GER&Auml;TENAME]<\/pre>\n<h4 id=\"tab-con-15\">-v &ndash; Version<\/h4>\n<p>Mit <strong>-v<\/strong> (<strong>v<\/strong>ersion) lassen Sie sich die Versionsnummer des <strong>fdisk<\/strong>-Programms ausgeben. Nach der Ausgabe befinden Sie sich wieder im Eingabemodus der Shell.<\/p>\n<pre>fdisk -v<\/pre>\n<h2 id=\"tab-con-11\">Die wichtigsten Men&uuml;punkte<\/h2>\n<p>M&ouml;chten Sie die Partitionstabelle eines Datentr&auml;gers modifizieren, k&ouml;nnen Sie mit folgendem Befehl in den men&uuml;gef&uuml;hrten Bereich von <strong>fdisk <\/strong>gelangen:<\/p>\n<pre>fdisk [GER&Auml;TENAME]<\/pre>\n<h5>Beispiel: fdisk<\/h5>\n<h6>Code:<\/h6>\n<p>fdisk \/dev\/sda<\/p>\n<h6>Bedeutung:<\/h6>\n<p>Mit diesem Befehl gelangen Sie in den men&uuml;gef&uuml;hrten Bereich des Ger&auml;tes <strong>\/dev\/sda<\/strong> von <strong>fdisk<\/strong>.<\/p>\n<p>Innerhalb des Men&uuml;s von <strong>fdisk <\/strong>stehen Ihnen dann folgende Men&uuml;punkte zur Verf&uuml;gung:<\/p>\n<h4 id=\"tab-con-4\">m &ndash; Menu<\/h4>\n<p>Hiermit rufen Sie ein Men&uuml; aller verf&uuml;gbaren Men&uuml;punkte auf.<\/p>\n<h4 id=\"tab-con-2\">p &ndash; Print<\/h4>\n<p>Mit <strong>p<\/strong> listen Sie die vorhandene Partitionstabelle des Datentr&auml;gers auf.<\/p>\n<h4 id=\"tab-con-3\">n &ndash; new partition<\/h4>\n<p>Mit dem Men&uuml;punkt <strong>n<\/strong> k&ouml;nnen Sie eine neue Partition auf dem Datentr&auml;ger anlegen.<\/p>\n<h4 id=\"tab-con-8\">l &ndash; list<\/h4>\n<p><strong>l<\/strong> listet alle bekannten Partitionstypen auf (83 w&auml;re zum Beispiel f&uuml;r Linux).<\/p>\n<h4 id=\"tab-con-1\">d &ndash; delete<\/h4>\n<p>Mit dem Men&uuml;punkt <strong>d<\/strong> k&ouml;nnen Sie Partitionen l&ouml;schen.<\/p>\n<h4 id=\"tab-con-17\">w &ndash; write<\/h4>\n<p><strong>fdisk&nbsp;<\/strong>wird s&auml;mtliche &Auml;nderungen an Partitionstabellen erst schreiben, wenn Sie den Men&uuml;punkt&nbsp;<strong>w<\/strong>&nbsp;nutzen. Dann werden alle &Auml;nderungen wirksam und <strong>fdisk<\/strong> wird damit beendet.<\/p>\n<h4 id=\"tab-con-5\">o &ndash; overwrite<\/h4>\n<p>Mit <strong>o<\/strong> k&ouml;nnen Sie eine neue, leere Partitionstabelle anlegen. Sollte bereits eine Partitionstabelle auf dem Ger&auml;t existieren, so wird diese &uuml;berschrieben, sollten Sie die &Auml;nderungen best&auml;tigen.<\/p>\n<h4 id=\"tab-con-9\">a &ndash; active<\/h4>\n<p>Mit dem &#8203;Men&uuml;punkt&nbsp;<strong>a<\/strong> k&ouml;nnen Sie eine Partition mit dem Boot-Flag versehen.<\/p>\n<h2 id=\"tab-con-12\">Beispiel<\/h2>\n<p>Im Folgenden wird einmal das Vorgehen beschrieben, um auf einem Ger&auml;t eine neue Partition anzulegen. In dem beispielhaften Szenario existiert bereits ein physikalischer Datentr&auml;ger mit einem bereits installierten Linux-Betriebssystem. Nun wollen wir einen zus&auml;tzlichen&nbsp;<strong>Datenbereich <\/strong>auf einem zweiten, neuen Datentr&auml;ger (hier: <strong>\/dev\/sdb<\/strong>) anlegen, der die gesamte Kapazit&auml;t des physikalischen Ger&auml;tes benutzen soll (wir wollen also nur eine Partition auf dem physikalischen Ger&auml;t anlegen).<\/p>\n<p>Um die <strong>Partitionstabelle <\/strong>des Ger&auml;tes<strong> \/dev\/sdb<\/strong> mit <strong>fdisk <\/strong>zu modifizieren, geben wir folgendes ein:<\/p>\n<pre>fdisk \/dev\/sdb<\/pre>\n<p>Anschlie&szlig;end lassen wir uns den Inhalt der momentanen Partitionstabelle &nbsp;(falls diese schon vorhanden sein sollte!) mit dem <strong>Men&uuml;punkt p&nbsp;<\/strong>anzeigen<strong>.<\/strong><\/p>\n<p>Als n&auml;chstes legen wir eine neue Partition mit dem <strong>Men&uuml;punkt n<\/strong> an. Dabei werden wir gefragt, um was f&uuml;r eine Art von Partition es sich handeln soll. Hier geben wir <strong>p<\/strong> (prim&auml;re Partition) an. Anschlie&szlig;end geben wir die <strong>1<\/strong> ein, was bedeutet, das es sich um die erste Partition handelt, die erstellt werden soll. Dann werden wir gefragt, wo der erste Zylinder \/ Sektor beginnen soll. Diesen lassen wir auf <strong>default<\/strong>, indem wir einfach die Entertaste bet&auml;tigen, ohne dabei einen Wert einzugeben. Auch bei der folgenden Frage nach dem letzten Zylinder \/ Sektor bet&auml;tigen wir die Entertaste, damit die (m&ouml;glichst) vollst&auml;ndige, verf&uuml;gbare Kapazit&auml;t des Datentr&auml;gers verwendet wird (<strong>default<\/strong>).<\/p>\n<p>Mit dem <strong>Men&uuml;punkt p<\/strong> k&ouml;nnen wir uns nun die (beabsichtigten) &Auml;nderungen an der Partitionstabelle ansehen. Diese sind noch <strong>nicht&nbsp;<\/strong>gespeichert. Daf&uuml;r geben wir nun zuletzt das <strong>Men&uuml;punkt w<\/strong> an. Dadurch werden durch <strong>fdisk <\/strong>die &Auml;nderungen &nbsp;auf den entsprechenden Bereich der physikalischen Festplatte gespeichert. Jetzt haben wir die neue Partition <strong>\/dev\/sdb1<\/strong> z.B. f&uuml;r unsere Daten erstellt.<\/p>\n<p>Damit der neue Bereich f&uuml;r die Daten vom Betriebsystem (und damit von uns) genutzt werden kann, muss <strong>\/dev\/sdb1<\/strong> noch <strong>formatiert<\/strong> und in das Linux &ndash; System <strong>eingeh&auml;ngt<\/strong> werden.<\/p>\n<p>Und jetzt stellen Sie sich vor, es handelt sich dabei um eine 2TB &ndash; Partition oder eine mit mehr Kapazit&auml;t. Daf&uuml;r eignen sich andere Tools wie parted, gparted oder gdisk.<\/p>\n<p>Dieses beschreiben wir ausf&uuml;hrlich in anderen Beitr&auml;gen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Abonniere JETZT unseren Newsletter!<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Verpasse nie wieder <strong>neue<\/strong> Beitr&auml;ge und <strong>exklusive Insider-Only-Inhalte!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>fdisk (fixed disk) ist ein schon zu Beginn von Linux langj\u00e4hrig bew\u00e4hrtes, men\u00fcgesteuertes Programm zum Erstellen, Anzeigen, Bearbeiten und L\u00f6schen von Partitionstabellen und wird \u00fcblicherweise nur f\u00fcr Partitionen (Master Boot Records MBR) verwendet. Es unterst\u00fctzt unterschiedliche Partitionstypen wie z.B. DOS, Linux, FAT32, NTFS. 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